Pferderennbahn in Halle wird wieder eröffnet – Protestaktion am 31.10.19

Am 31. Oktober 2019 plant der „Rennclub Halle (Saale) e.V.“ sein erstes Pferderennen seit der sechsjährigen Pause. Um auf das Leid, welches durch Galopprennen verursacht wird, aufmerksam zu machen, veranstaltet das Bündnis „Vegan in Halle“ am selben Tag eine Kundgebung. Diese findet von 10:30 Uhr bis maximal 16 Uhr an der Pferderennbahn statt. Das erste Rennen ist für 13 Uhr angesetzt. Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung.

Die Organisator*innen der Protestveranstaltung kritisieren, dass die natürlichen Bedürfnisse der Pferde bei Pferderennen missachtet werden. Pferde sind Fluchttiere, die in Stresssituationen wie dieser große Angst und Nervosität leiden. Das mutwillige Zufügen von Schmerzen durch Peitschenschläge sowie der Lärm dieser Veranstaltung versetzt die sensiblen Tiere außerdem in einen Panikzustand. Auch körperlich werden die Pferde ausgebeutet: Die oftmals noch nicht ausgewachsenen Jungtiere im Alter von 2 bis 3 Jahren erleiden durch die Rennen häufig irreparable Muskel-, Sehnen- und Gelenkschäden. Dies führt zu Stürzen und Verletzungen mit schwerwiegenden Folgen und erheblichen psychischen Belastungen für die Tiere. Da die Rehabilitation eines Rennpferdes für die Halter*innen nicht lukrativ ist, werden viele stark verletzte Pferde noch am Renntag eingeschläfert und zum Schlachthof transportiert. Trotz allem versucht der Rennclub das Event, bei dem Lebewesen zu Sportgeräten degradiert werden, als Familientag für Groß und Klein zu inszenieren. So wird auf Kosten der Tiere Profit gemacht und bei aller Aufregung um Wetten und Preisgelder nicht an jene gedacht, die den wahren Preis für die vermeintlich spaßige Veranstaltung zahlen.

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