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Wir waren wieder für euch unterwegs, um das vegane Angebot in Halle für euch zu testen. Dieses Mal waren wir im neuen Cafe & Bar Celona, das seit September im ehemaligen Kaufhof-Gebäude am Marktplatz zu finden ist (celona.de/cafe-bar-celona-halle/).

Wir bekamen einen Tisch im ersten Stock mit einem schönen Ausblick über den Marktplatz. Positiv fiel sofort die Speisekarte auf: Die veganen Gerichte sind nicht nur unter den übrigen aufgeführt, es gibt zusätzlich eine Doppelseite, auf der alle veganen Optionen gebündelt sind. Außerdem werden alle veganen Gerichte als solche gekennzeichnet. Bei den Getränken sieht es etwas anders aus. Auf Wunsch gibt es Hafermilch in den Tee- und Milchgetränken, aber die anderen Getränke sind nicht gekennzeichnet – und zumindest ein paar, wie ein alkoholfreier Cocktail mit Sahne, sind vermutlich nicht vegan. Hinzu kommt, dass es keine Allergen-Kennzeichnung gibt. Stattdessen müssen die Kellner*innen gefragt werden, die dann in der Küche nachfragen.

Zudem gibt es zur Zeit kein veganes Dessert. Auch wer auf eine ausgewogene Ernährung achtet, hat dadurch etwas weniger Auswahl. Einige Gerichte, wie die Linsenlasagne, liefern durchaus Protein, viele andere vegane Gerichte jedoch nicht. Da würden ein paar Hülsenfrüchte, Seitan, Tofu oder Tempeh sicher nicht schaden. Letztendlich ist das aber nicht unbedingt das Wichtigste beim Auswärts-Essen. Konnte das Essen denn geschmacklich überzeugen? Insgesamt fiel unser Urteil eher verhalten aus.

Die Linsenlasagne war gut, die Linsen schön durch – auch wenn man bei diesem Gericht nicht allzu viel falsch machen kann. Die Portion sieht auf den ersten Blick etwas klein aus, macht aber ganz okay satt.

Der vegane Cheese-Börger fiel hingegen nur befriedigend aus – bei dem doch etwas höheren Preis eher ausreichend. Er schmeckte durchschnittlich, und das Patty war etwas matschig. Mit Pommes sättigt er besser, aber auch mit Salat kommt man so halbwegs durch.

Der Oriental Wrap kam nicht so gut an. Auch die Picelona Rucola konnte nicht überzeugen: Die Soße war gut gewürzt und schmeckte sehr fruchtig, die Toppings waren in Ordnung – aber der Teig war wirklich sehr ölig, und man wurde vor allem durch den hohen Fettgehalt satt.

Die Pommes waren ebenfalls nur okay. Wer sie mag, wenn sie noch einen weichen Kern haben und den typischen Kartoffelgeschmack behalten, kommt hier auf seine Kosten. Der Guacamole fehlte etwas Salz und Limettensaft, immerhin war sie nicht püriert. Das Mojo Verde hingegen bestand fast nur aus Öl mit etwas Kräutergeschmack.

Die Salsa Chips als Vorspeise kamen leider nie. Dasselbe galt für den Ensalada con Fruta, den wir als Hauptgericht bestellt hatten. Nach mehrfacher Nachfrage bekamen wir den Salat irgendwann – leider mit Brot, das wir jedes Mal abbestellt hatten, als wir nachgefragt hatten.

Dass es sehr laut war und man sich nur schwer unterhalten konnte, dass das Essen eher im oberen Preissegment lag (ca. 10–20 € pro Gericht, 5–10 € pro Getränk) und dass das Geschirr zum Teil schmutzig war – all das hat unsere Stimmung nicht gerade gehoben. Sehr positiv zu erwähnen sind aber die Kellner*innen, die sich sehr um uns gekümmert und sehr freundlich waren.

Insgesamt hat uns das Bar Celona nicht wirklich überzeugt – aber immerhin gibt es dort vegane Gerichte. Und irgendwann, wenn einige Gerichte überarbeitet sind (ein veganes Dessert würde auch nicht schaden) und das Team besser eingespielt ist, könnte man vielleicht mal ein zweites Testessen wagen.

Kategorien: Team Gastro

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