Pferdequälerei vermarktet als Familienevent

Pferde sind nicht auf dieser Welt, um die Menschen zu belustigen oder zu unterhalten. Auch im 21. Jahrhundert haben es einige Menschen leider noch nicht verstanden. Für den Gewinn von hohen Wettgeldern nehmen es viele in Kauf, dass die Pferde qualvoll ins Ziel getrieben werden oder gar an schweren Verletzungen sterben. Gerade jetzt, da der 1. Mai bevorsteht, der traditionell den Auftakt der Pferderennen-Saison markiert, sollte man hinter diese Tradition schauen und auf das Leid der Tiere aufmerksam machen.

Schon im Alter von 2 Jahren müssen die Pferde funktionieren – der Bewegungs-, Knochen- und Sehnenapparat der Tiere ist für diesen „Sport“ nicht ausgerichtet und viele sterben an den schlimmen Folgen viel zu früh. Mit scharfen Gebissen, spitzen Sporen und knallenden Peitschen werden sie über die grüne Wiese gedroschen, bis die Haut aufplatzt oder Einstichstellen zu sehen sind. Als Dank bekommt der Jockey einen tosenden Applaus und Blumen übergeben. Das Pferd steht schweißgebadet und unter größten Stressbedingungen für Fototermine nach dem Zieleinlauf parat und muss diese Geschehnisse über sich ergehen lassen. Würden Sie ihr Kleinkind schlagen oder anschreien, wenn es den 100-m-Sprint zu langsam gerannt ist? Nein? Warum freuen wir uns darüber, wenn es die Pferde erleiden müssen? Wieso geben wir unser hart erarbeitetes Geld für ein Event aus, in dem es nicht um die Pferde oder deren Bedürfnisse geht, sondern lediglich um die Menschen, die bei dieser Veranstaltung Millionen verdienen und sich einen Wettstreit um die größten und teuersten Hüte liefern?

Wie schön wäre es eigentlich für diese Tiere, wenn sie einfach in Freiheit leben könnten… Wenn Sie ihre Nüstern für einen schnellen Galopp mit Artgenossen auf einer großen Weide anspannen könnten… wenn sie nicht im Kindesalter seelisch und körperlich für den sportlichen Einsatz missbraucht und gefoltert werden müssten? Wie schön wäre es für die Pferde, wenn sie frei sein könnten und der Mensch zum Umdenken kommt, dass Pferde keine Sportgeräte sind. Sie sind Lebewesen mit einer reinen Seele, einem großen Herz, ein Freund auf vier Hufen, der einem die Freiheit und Gelassenheit zeigen kann, die wir im stressigen Alltag oft vergessen. Kämpfe auch du für eine schönere Welt der Pferde! Gehe nicht auf derartige Veranstaltungen! Kläre die Mitmenschen in deinem Umfeld auf! Sei ein Vorbild!


Danke an Isabelle für Text und Bild!

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